Die Geschichte des LG

1824

Die Gründung

Das Ludwigsgymnasium ging aus dem privaten Gymnasium des Instituts "Seminar für arme Studierende" (dem heutigen Albertinum) hervor. Der Leiter des Seminars wollte 1810 eine eigene Lehranstalt errichten. Seine Zöglinge sollten nicht mehr das ehemalige Jesuitengymnasium besuchen. Die Schule erhielt den Namen "Neues Gymnasium", während das ehemalige Jesuitengymnasium in "Altes Gymnasium" (das heutige Wilhelmsgymnasium) umbenannt wurde. Das war die Geburtsstunde des Ludwigsgymnasiums. Es befand sich im westlichen Flügel des alten Karmeliterklosters hinter der Michaelskirche in der Maxburgstraße. Das Albertinum blieb im südlichen Flügel in der alten Karmelitergasse. Collegium Soc. Iesu Monarchy Patron S. Michael Wilhelmsbogen Ludwigsoberschule Luftbild
1842

König Ludwig I. und die Benediktiner

In der Zeit der politischen Restauration rief König Ludwig I. die Benediktiner zurück und übertrug ihnen Leitung und Lehramt des "Neuen Gymnasiums", mit der Verpflichtung und dem Auftrag, für eine christlich-humanistische Bildung zu sorgen.
1849 - 1875

Das Neue Gymnasium

In ihrer Zeit bis 1875 wuchs die Zahl der Schüler an den beiden Gymnasien derart, dass eine neue höhere Schule gegründet werden musste: das Maximiliansgymnasium. Das "Alte Gymnasium" erhielt den Namen "Wilhelmsgymnasium", das "Neue Gymnasium" wurde zum "Ludwigsgymnasium".
1850 – 1932

Das humanistische Gymnasium

Das Humanistische Gymnasium hatte auch in der werdenden Industriegesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts das Zugangsmonopol für alle akademischen Berufe. Bei stetigem Schülerzuwachs öffnete sich die Schule allen naturwissenschaftlichen Fächern und zusätzlichen Sprachen, wie Französisch und Englisch.
1933

Der Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus konnte unter Schülern und Lehrern noch nicht viele Anhänger gewinnen. Der damalige stellvertretende Direktor des Ludwigsgymnasiums Georg Stang wurde in sogenannte Schutzhaft ins KZ Dachau gebracht. Dieser hatte in seiner Zeit als Präsident des Bayerischen Landtags uniformierte Abgeordnete der Nationalsozialistischen Partei von mehreren Sitzungen des Landtags ausgeschlossen. Im Lauf der 30er Jahre steigerte sich aber die Einflussnahme des Regimes bis in den Unterricht hinein.
1938 - 1939

Die NS-Zeit

Um das "Humanistische" zurückzudrängen, wurde das Ludwigsgymnasium zur Ludwigsoberrealschule umgewandelt, Unterrichtsstunden verringert, das Abitur entwertet und vormilitärische Ausbildung an die erste Stelle gesetzt.
1943 – 1945

Der 2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg ging das Ludwigsgymnasium "unter", zumindest das Haus in der Maxburgstraße. Die ersten Bomben trafen das Gebäude schon 1943, im Januar 1945 brach es nach einem Angriff völlig zusammen. Danach wurde das Gelände zwischen Lenbachplatz, Pacellistraße, Maxburg- und Karmeliterstraße geräumt - bis auf den Turm der Maxburg sowie Reste der Karmeliterkirche - und neu überbaut.
1945 - 1954

Nach dem Krieg

Nach einem Aufruf des Direktors des Ludwigsgymnasiums an die Schüler sich wieder einzuschreiben, sank jedoch die Schülerzahl immer weiter, da kein einheitliches Gebäude zur Verfügung stand. Die Existenz des Ludwigsgymnasiums war bedroht. Nach der Zerstörung 1945
1955

Der Neubau

Dem neu ernannten Direktor Dr. Karl Mayr war es zu verdanken, dass es das Ludwigsgymnasium noch gibt. Nach langen Verhandlungen gelang es ihm, einen Neubau im Friedenheimer Park durchzusetzen.
1957

Grundsteinlegung

Am 11. Oktober wurde auf dem ehemaligen Parkgelände der Nervenheilanstalt "Neufriedenheim" die Grundsteinlegung des neuen Schulgebäudes des Ludwigsgymnasiums gefeiert. Es befindet sich wieder in unmittelbarer Nachbarschaft zum Albertinum, welches aus Tegernsee nach München zurückkehrte. 
1959

Das neue Gebäude

Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs.
1975

Neusprachliches Gymnasium

Einführung eines neusprachlichen Zweiges. Schüler der 9. Klasse konnten also nun zwischen Griechisch und Französisch als dritter Fremdsprache wählen.
1980 – 1986

Erweiterungsbau

Aufgrund der stetig anwachsenden Schülerzahlen (1980: 1615 Schülerinnen und Schüler), mussten bis 1986 Klassenzimmer in der Georg-Büchner- und Gilmschule bezogen werden. Daher war ein Erweiterungsbau notwendig, der die Oberstufenschüler des Ludwigsgymnasiums und die seines naturwissenschaftlichen Pendants, des Erasmus-Grasser-Gymnasiums, aufnehmen soll.
2014-

Beginn der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Hauptgebäude

Im September 2014 wurde mit der Sanierung der Süd-West-Fasade begonnen. Dabei wurde diese Fasade komplett abgetragen und durch eine neue mit besseren Wärmedämmeigenschaften, neuen Fenstern und neuen Türen ersetzt.
Im Juli 2015 wurde mit der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume fortgefahren. Etwa ein dreiviertel Jahr später konnten die modernisierten und neu gestalteten Physik- und Chemiesäle wieder bezogen werden. Die Neuen Säle sind nun mit modernster Tafeltechnik (Smartboards) und Experimentierstationen für Schülerübungen ausgestattet. Auch die Gerätschaften für Demonstrationsversuche wurden unter erheblichem finanziellen Aufwand modernisiert und so fit für die Zukunft gemacht.

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