Geschichte des Ludwigsgymnasiums

Das Ludwigsgymnasium ging 1824 aus dem privaten Gymnasium des Instituts "Seminar für arme Studierende" (dem heutigen Albertinum) hervor: der Leiter des Seminars wollte 1810 eine eigene Lehranstalt errichten. Seine Zöglinge sollten nicht mehr das ehemalige Jesuitengymnasium besuchen. Nach der Genehmigung durch die königliche Regierung 1817 wurde das Institutsgymnasium 1824 auch für auswärtige Schüler geöffnet. Die Schule erhielt den Namen "Neues Gymnasium", während das ehemalige Jesuitengymnasium in "Altes Gymnasium" (das heutige Wilhelmsgymnasium) umbenannt wurde. Das war die Geburtsstunde des Ludwigsgymnasiums.

Es befand sich im westlichen Flügel des alten Karmeliterklosters hinter der Michaelskirche in der Maxburgstraße. Das Albertinum blieb im südlichen Flügel in der alten Karmelitergasse.

In der Zeit der politischen Restauration rief König Ludwig I. die Benediktiner zurück und übertrug ihnen 1842 Leitung und Lehramt des "Neuen Gymnasiums", mit der Verpflichtung und dem Auftrag, für eine christlich-humanistische Bildung zu sorgen. In ihrer Zeit bis 1875 wuchs die Zahl der Schüler an den beiden Gymnasien derart, dass im Jahr 1849/50 eine neue höhere Schule gegründet werden musste: das Maximiliansgymnasium. Das "Alte Gymnasium" erhielt den Namen "Wilhelmsgymnasium", das "Neue Gymnasium" wurde zum "Ludwigsgymnasium".

Offene Ganztagesschule

Offener Ganztag am LG

Ab dem Schuljahr 2016/17 bietet das LG in Zusammenarbeit mit unserem externen Kooperationspartner, der gfi (Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration GmbH), für die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 eine kostenlose Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Offenen Ganztagsschule an. Jeweils von Montag bis Donnerstag starten die Teilnehmer mit einem gemeinsamen Mittagessen in unserer Mensa. Nach einer kleinen Bewegungspause werden unter Aufsicht die Hausaufgaben erledigt. Im Anschluss bleibt in der Regel noch genügend Zeit für spielerische und sportliche Aktivitäten oder zum Lesen. Die Teilnahme an den Wahlkursen des LG ist natürlich auch weiterhin möglich.

Unser Flyer zum Offenen Ganztag bietet weitere Informationen über unseren Kooperationspartner und den Ablauf des Offenen Ganztags am LG.

 

Zahlen und Fakten

Im Schuljahr 2016/2017 werden insgesamt 702 Schülerinnen und Schüler von ca. 70 Lehrkräften in 20 Klassen unterrichtet. Dabei liegt die Klassenstärke in der Unter- und Mittelstufe im Durchschnitt bei 25 Schüler/innen, in den Oberstufen gibt es über 200 Kurse mit durchschnittlich 20 Schüler/innen. Die Q11 und die Q12 besuchen derzeit jeweils ca. 100 Schülerinnen und Schüler.

In der Regel gibt es pro Jahrgang drei Klassen; nur in der 8. Und 10. Jahrgangsstufe sind es vier Parallelklassen. Etwa 12% der Schüler/innen erlernen ab der 8. Klasse als dritte Fremdsprache Griechisch. Diese Zahl ist klein, aber stabil. Die spätbeginnende Fremdsprache Spanisch wird ab der 10. Klasse von gut 50% der Schüler/innen anstelle der ersten oder zweiten Fremdsprache gewählt.

In der Regel werden vier 5. Klassen mit durchschnittlich 26 Schüler/innen gebildet. Die eine Hälfte der Schüler/innen beginnt mit Latein, die andere mit Englisch als erste Fremdsprache.

Zudem ist das LG eine Seminarschule, in der künftige Lehrer/innen in Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Geschichte und katholischer Religionslehre ausgebildet werden. Diese Referendare, etwa 20 pro Jahr, erfreuen durch viel Schwung und neue Ideen und bereichern so den Schulalltag.

Das Schulgebäude

Licht, Luft und Aussicht

Schulhauseingang neuDas Ludwigsgymnasium ist ein bedeutendes Beispiel der Nachkriegsmoderne in München. Die Anlage wurde  aufgrund eines 1956 durchgeführten Wettbewerbs nach Plänen der ersten Preisträger Fred Angerer und Adolf Schnierle erbaut. Sie liegt östlich der Fürstenrieder Straße inmitten des Neufriedenheimer Parks.bild 2

Unser Schulgebäude ist Lebensraum und Visitenkarte zugleich. Prägendes Element dieser Architektur im Grünen ist das lebendige Zusammenspiel der verschiedenen Naturmaterialien Klinker, Holz und Sichtbeton. Der quadratische Baukörper mit Atrium im Zentrum geht auf die Idee des antiken Hofhauses zurück. Alle notwendigen Erschließungsflure gewähren den Blick durch große Glasflächen hin zum zentralen Hof unter freiem Himmel. Innen- und Außenraum sind im Atrium geschickt miteinander vernetzt und erzeugen so ein mediterranes Raumgefühl - ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulbetrieb.

Hier können Sie lesen, was der Architekt Prof. Fred Angerer zum Bau des Ludwigsgymnasiums und der Ludwigoberrealschule, heute Erasmus-Grasser-Gymnasium, in seinem Werkbuch notierte.

Das Studienseminar

Struktur und Organisation:

Studienseminare an Gymnasien dienen der theoretischen und praktischen zweijährigen Ausbildung von Studienreferendaren, die diese in der Regel nach Abschluss des ersten Staatsexamens oder einer zusätzlichen Berufsausbildung antreten. Das Seminar am Ludwigsgymnasium besteht aus sechs Fachseminaren, wobei jeder Referendar in zwei bis drei Fächern unterrichtet. Das Angebot umfasst Latein, Deutsch, Französisch, Englisch sowie katholische Religion und Geschichte. Aufgrund der individuellen Fächerkombinationen -  etwa  mit Italienisch, Philosophie oder Sport - arbeitet das Ludwigsgymnasium mit anderen Seminarschulen zusammen, und die Betroffenen pendeln zwischen den beiden Stammschulen.
Im ersten und letzten Ausbildungsabschnitt sind die jungen Kollegen im Normalfall in je einer Klasse pro Fach im Hause eingesetzt, während sie in der dazwischen liegenden einjährigen Phase an den Zweigschulen tätig sind. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Seminar- und Betreuungslehrern werden sie zunächst an die Materie herangeführt, um im Laufe der Zeit auf allen Ebenen zunehmend selbsttätig und eigenverantwortlich zu agieren. So durchlaufen auch sämtliche schritlichen Leistungen der Schüler zu Beginn grundsätzlich wenigstens zwei Korrekturen, bevor die endgültige Note festgesetzt wird.


Begleitend finden regelmäßig Fachseminare statt. Die Bandbreite der Sujets reichen von fachwissenschaftlichen über praxisorientierte Inhalte bis zu Konkreta organisatorischer Art. 

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